RECYCLING: Was machste mit Plaste?



Jeder kennt sie, jeder hat sie. In 857 verschiedenen Farben, Größen, Mustern etc.

Doch brauchen tun wir sie fast alle nicht und wenn doch, dann nur zum Weg-

werfen. Trotzdem gibt es wahrscheinlich weltweit nichts, was häufiger über die

Ladentheke wandert. Spätestens jetzt dürfte auch klar sein, worum es hier

geht: PLASTIKTÜTEN!



Ich muss ja echt immer wieder schmunzeln, wenn ich mit 'ner fetten Tasche in 'nen

Laden gehe, 'nen Stift kaufe und der/die Verkäufer/in dann allen Ernstes eine Tüte

zückt.

So verschwenderisch wird heutzutage mit diesem bösen Material umgegangen.

Höchste Zeit also, die Dinger mal nicht mit Müll vollzustopfen, sondern etwas

sehr Nützliches daraus zu machen!

Die berühmt berüchtigten Plastiktüten lassen sich nämlich zu einem

wunderbaren ''Stoff'' verarbeiten, der wasserabweisend, abwischbar & sehr robust

ist - er darf sich also als Konkurrent von Wachstuch & Co. betiteln!

Wie das Ganze angestellt wird ist recht simpel:


Man bügelt so viele Schichten der Plastiktüten übereinander, bis ein 

festes Stück Plastik entsteht. Siehste, simpel.


ZUTATEN:

ZUBEREITUNG:

Ihr schneidet euch also eure Schichten alle etwa gleichgroß zu und dann kann es auch

schon ans Bügeln gehen.

(Natürlich sind alle Plastiktüten verschieden, aber sechs Schichten sind meiner

Erfahrung nach ziemlich gut.) 

Da Plastiktüten ziemlich empfindlich auf Hitze reagieren und mit viel Feingefühl

behandelt werden wollen, solltet ihr Folgendes unbedingt beachten:

  • Fenster auf! So konnte ich keine merkwürdge Geruchsentwicklung feststellen und schwummerich ist mir auch nicht geworden - aber wahrscheinlich weiß jeder, wie Plastik riechen kann wenn man es erhitzt. Und wie schonmal gesagt sind ja auch alle Tüten anders. Frischluft ist immer jut!
  •  Legt euch ein Stück Backpapier auf eure Bügelfläche & eines auf das Plastik,damit es keine riesige Sauerei gibt!
  • fangt IMMER mit der schwächsten Hitzestufe an. Was der einen Tüte viel zu heiß ist, ist für die andere nicht annähernd ein Grund überhaupt irgendwie zu schmelzen. Wenn das Bügeleisen zu heiß ist, schrumpfen die Tüten zusammen. Der Anblick ist zwar ganz witzig - aber gebrauchen könnt ihr das dann nicht mehr. Wenn sich nichts tut, dreht ihr die Hitze nach und nach etwas höher.
  • schneidet die Schichten großzügig zu, weil sie nach dem Bügeln minimal kleiner sind und es optisch mehr hermacht, wenn ihr erst dann die entgültige Form zuschneidet.
  • Nicht alles auf einmal bügeln. Am Besten immer Eine nach der Anderen draufbügeln, bis alles Eins ist. Ich glaube, sonst wird das nichts.
  • Nehmt euch Zeit und seid geduldig. Das entgültige Stück Plastik sollte wirklich glatt sein. Wenn es noch wellig und bläschenartig aussieht, ist es noch nicht gut miteinander verschmolzen. Das kann etwas Zeit in Anspruch nehmen, lohnt sich aber.

Wenn ihr die Bügelei erfolgreich hinter euch gelassen habt, geht es endlich auf ans

Nähen!

Als ich das zum ersten Mal gemacht habe, hatte ich die Befüchrtung, dass

meine Nähmaschine das nicht hinbekommt - aber NO RISK NO FUN!

Sie hatte absolut kein Problem damit. Und meine Nähmaschine ist wahrlich nicht

die Beste. Ne besondere Nadel hab ich auch nicht gebraucht. Starke Nerven auch nicht.

Ich gehe also einfach mal stark davon aus, dass das jede Maschine kann*.

Ihr solltet aber immer die größte Stichbreite eingestellt haben, damit das

gute Stück nicht perforiert wird.

Es kann auch sehr hilfreich sein, wenn ihr den Transporteur unterstützt und das Plastik

während des Nähens etwas anschiebt.

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